Im Browser anzeigen
Das "Transformation Update" des Wuppertal Instituts
Liebe Leser*innen,

nach Angaben des Robert Koch-Instituts gab es bis Mitte September 2026 bereits über 16.300 Hitzetote in Deutschland – davon starben allein 9.600 Menschen in der besonders heißen 26. Kalenderwoche, also zwischen dem 22. und dem 28. Juni, an den Folgen extremer Hitze. Dies führt schmerzhaft vor Augen, dass das Thema Hitze eine zentrale Herausforderung für unsere Gesellschaft ist. Aber auch die Wirtschaft und die kritischen Infrastrukturen geraten zunehmend in Mitleidenschaft: Durch die langanhaltende Hitze verformten sich Bahngleise, Straßenbeläge platzten auf und brachten auch Stromnetze an ihre Grenzen. Der Rhein und andere Flüsse in Deutschland führten wochenlang extremes Niedrigwasser, verbunden mit sehr deutlichen Einschränkungen für die Binnenschifffahrt.
Dass Kommunen sogenannte Hitzeaktionspläne aufstellen sollen, hatte das Bundesumweltministerium schon 2017 beschlossen – und auch Handlungsempfehlungen dafür veröffentlicht. Die SPD-Bundesminister*innen legten im August auch einen Hitze-Aktionsplan vor und forderten eine Verfassungsänderung für mehr Klimaanpassung. Darüber hinaus hat die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in ihrer alljährlichen Rede zur Lage der Union am 16. September im Europaparlament einen europäischen Plan gegen die Folgen von Hitzewellen angekündigt – mit dem Fokus auf bessere Frühwarnsysteme und Krisenvorsorge im Gesundheitswesen. 

Dies ergibt alles Sinn und ist angesichts der zunehmenden Extremwettersituationen dringend notwendig. Doch politischer Wille und Absichtserklärungen allein reichen nicht aus. Um die mit den Veränderungen des Klimas verbundenen Herausforderungen nachhaltig zu bewältigen, braucht es auch eine systematische Neuausrichtung – etwa mithilfe einer "Kältewende". Die Anlehnung an die Wärmewende beim Heizen ist ganz bewusst gewählt, da die Herausforderungen ähnlich sind. Die Kältewende beschreibt ein ganzheitliches, nachhaltiges und sozial gerechtes Konzept zur Kühlung unseres Lebensraums. Es geht nicht darum, das Klima künstlich herunterzukühlen, sondern darum, wie wir Gebäude, Städte und kritische sowie soziale Infrastrukturen verlust- und schadenfrei durch extrem heiße Phasen bringen – ohne dabei das Stromnetz zu überlasten oder das Klima durch noch mehr Emissionen weiter aufzuheizen. Besonders für vulnerable Gruppen ist das eine Überlebensfrage: In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen müssen geschwächte, kranke und ältere Menschen vor lebensbedrohlichem Hitzestress geschützt werden, während in Schulen und Kitas die Gesundheit und Konzentrationsfähigkeit unserer Kinder akut gefährdet sind.

Wie eine solche Kältewende in der Praxis aussieht und wo wir ansetzen müssen, diskutieren Prof. Dr. Alexander Fekete, Professor für Risiko- und Krisenmanagement am Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr der Technischen Hochschule Köln, und Constanze Schmidt, wissenschaftliche Referentin für strategische Themenfeldentwicklung Klimaanpassung am Wuppertal Institut, in der aktuellen Episode unseres Podcasts Zukunftswissen. Schmidt plädiert für ein koordiniertes Vorgehen in klaren Schritten. Unabhängig von notwendigen Anpassungsmaßnahmen ist klar, dass es verstärkte Bemühungen für den Klimaschutz braucht, damit Hitzewellen künftig weniger stark ausfallen. In Bezug auf die Anpassung steht an erster Stelle die passive Kühlung der Städte – beispielsweise durch Entsiegelung, Bäume, Fassadenbegrünung und helle Anstriche. Erst dann komme eine effiziente, aktive Kühlung infrage, wobei Schulen, Kitas, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser Vorrang haben sollten. Ergänzend ordnet Fekete Hitze aus Sicht der Gefahrenabwehr ein, denn sie betreffe fast alle Bereiche der kritischen Infrastruktur. Er nennt auch ihre Schwachstellen und fordert ein stärkeres Bewusstsein in der Bevölkerung. 
Gemeinsam diskutieren die beiden mit Host Jonas Zerweck außerdem darüber, wie sich Kühlung sozial gerecht gestalten lässt und Zugang zu kühlen Räumen für möglichst viele geschaffen werden können. Ein Weg seien kühle öffentliche Orte wie Museen oder aufmerksame Nachbarschaften, denn zu den Hitzetoten zählen laut Schmidt insbesondere viele alleinstehende Menschen. Zudem sprechen sie darüber, warum das Thema politisch bislang zu wenig Priorität hat, welche Rolle kommunale Hitzeaktionspläne spielen und was ihnen Mut macht.

Behalten wir einen kühlen Kopf statt in hektischen Aktionismus zu verfallen – und starten mit der ganzheitlich ausgerichteten Kältewende, bevor das Thermometer wieder nach oben klettert!

Eine spannende Lektüre wünscht
Anna Riesenweber
 
Rubrik: Schlaglichter & Aktuelles
 
Unterzeichnung des Memorandum of Understanding zwischen Wuppertal Institut und Tsinghua University
Wuppertal Institut und Tsinghua University stärken Forschungszusammenarbeit

Am 2. September 2026 unterzeichneten Vertreter*innen des Wuppertal Instituts und der Tsinghua University in China ein Memorandum of Understanding. Beide Institutionen leisten seit Jahren wichtige Beiträge zu hochwertiger, praxisrelevanter Forschung und ergänzen sich optimal: etwa beim Erforschen der vielfältigen Herausforderungen des Kohleausstiegs. Ein wichtiger Ausgangspunkt für die vertiefte Zusammenarbeit ist das Projekt "EU-China Bridge", eine internationale Forschungsinitiative mit dem Ziel, die Dekarbonisierung energieintensiver Industrien in Europa und China voranzutreiben.

Zum Memorandum of Understanding
 
Wuppertal Institut bauen zielgerichteten Praxistransfer aus

Das Wuppertal Institut hat sich zum Ziel gesetzt, innovatives Wirkungsmanagement als eine seiner Kernkompetenzen zu etablieren. So will es einerseits Impulse in den wissenschaftlichen Diskurs zur Wirkungsmessung wissenschaftlicher Projekte geben, andererseits aber ganz explizit den gesellschaftlichen Mehrwert seiner Forschung weiter optimieren und die Transfermöglichkeiten weiter stärken. Dafür hat das Institut seine Institutsleitung um die neue Stelle "Transfer und Wirkung" erweitert, die ab sofort von Prof. Dr. Henning Wilts übernommen wird.

Mehr erfahren
 
Rubrik: Klimaschutz & Klimaanpassung
 
Großangelegte Studie untersucht soziale Folgen der Ahrtalflut

Fünf Jahre nach der Ahrtalflut bleibt der Wiederaufbau eine Herausforderung. Forschende der Universität Bonn und des Wuppertal Instituts untersuchen im Projekt SOZIAHR, wie klimaresiliente Maßnahmen im Wiederaufbau sozial gerecht, rechtssicher und praxistauglich umgesetzt werden können. Dazu startete im August eine große Bevölkerungsumfrage mit rund 79.350 Anwohner*innen im Ahrtal. Ziel ist es, der Bevölkerung im Ahrtal Gehör zu verschaffen und politische Debatten über die Prozesse des Wiederaufbaus und die allgemeine regionale Entwicklung anzuregen. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen zudem in wissenschaftliche Empfehlungen ein, die aktiv an politische Entscheidungsträger*innen auf verschiedenen Ebenen herangetragen werden.

Mehr über die Umfrage
 
Rubrik: Energiewende gestalten
 
Wohngebäudesanierungen: Integrierte Gebäudeberatung als Chance

Für Eigenheimbesitzer*innen ohne technischen Hintergrund stellt die Vielzahl an isolierten Beratungs- und Förderangeboten eine erhebliche Hürde dar, um die passenden Maßnahmen und die optimale Reihenfolge festzulegen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Bestrebungen zur Einrichtung sogenannter One-Stop-Shops gemäß Artikel 18 der EU-Gebäuderichtlinie entwarfen Anja Bierwirth, Jan Kaselofsky und Felix Suerkemper vom Wuppertal Institut in einem Paper daher ein modulares Beratungs- und Unterstützungsprogramm für nachhaltige Gebäude. Dieser ganzheitliche Ansatz berücksichtigt Effizienz, Energieversorgung, Suffizienz, Klimaanpassung, Ressourcenschonung sowie die Bedürfnisse der Nutzenden.

Zur News
 
Rubrik: Industrietransformation
 
Wissenschaft trifft Wirtschaft: Wie die Industrie krisenfest wird

Wie kann die industrielle Transformation angesichts des verschärften internationalen Wettbewerbs, geopolitischer Unsicherheiten und verbindlicher Klimaziele erfolgreich umgesetzt werden? Auf einer zweitägigen Konferenz in Gelsenkirchen diskutierten rund 200 Expert*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, welche konkreten Maßnahmen dafür notwendig sind. Unter dem Titel "Wissenschaft trifft Wirtschaft V: Industrietransformation gestalten – Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Klimaneutralität sichern" brachte die vom Wuppertal Institut mit seinem Projekt SCI4climate.NRW organisierte Veranstaltung aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit Erfahrungen aus der industriellen Praxis zusammen. Im Mittelpunkt standen die politischen Weichenstellungen auf europäischer Ebene, die aktuellen Herausforderungen für die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Nordrhein-Westfalens und Deutschlands – und die Frage, wie die Transformation unter zunehmend schwierigen Rahmenbedingungen mit dem notwendigen Tempo vorangetrieben werden kann.

Mehr erfahren
 
Sind ökonomische Modelle bereit für die neuen Realitäten im Welthandel?

Handelsbarrieren und -konflikte, die Rückverlagerung von Lieferketten und industriepolitischer Nationalismus werfen die Frage auf: Sind etablierte quantitative Modellierungs-Tools zur Bewertung klimapolitischer und handelspolitischer Optionen noch zuverlässig? Oder müssen neue oder weiterentwickelte Modelle her? Das untersuchen Forschende, darunter Dr. Lukas Hermwille, Co-Leiter des Forschungsbereichs Industrietransformation am Wuppertal Institut, in einem bei iScience veröffentlichten Perspective Paper. In ihrem Paper beschreiben die Forschenden, wie der globale Handel Emissionen beeinflusst – und zeigen, wann und wie verschiedene Handelsregime Klimaziele behindern oder fördern können.

Zum Paper
 
Rubrik: Städte im Wandel
 
Wie Bund, Länder und Kommunen bezahlbaren Wohnraum im Bestand schaffen können

Zwei Publikationen der Reihe acatech IMPULS sind erschienen, in denen rund 40 Expert*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in der Plattform Bauen & Wohnen konkrete Handlungsoptionen erarbeitet haben. Ziel war es, tragfähige Lösungen für mehr bezahlbaren Wohnraum im städtischen Gebäudebestand zu ermitteln. Die Autor*innen, darunter Anja Bierwirth, Leiterin des Forschungsbereichs Stadtwandel am Wuppertal Institut, identifizierten Hürden und entwickelten Lösungskonzepte sowie Umsetzungsstrategien für die Praxis.

Zu den Impulspapieren
 
Rubrik: Mobilität neu denken
 
Kombiticket ohne Limit: Mit den Öffis kostenfrei zum Konzert fahren

Kostenfrei mit Bus und Bahn zum Konzert? Das ermöglichen sogenannte Kombitickets, die Veranstaltungsticket und ÖPNV-Fahrschein vereinen. Bis zu 90 Prozent der Veranstaltungs-Emissionen entstehen durch die Anreise des Publikums. Hier liegt einer der größten Hebel für eine nachhaltige Veranstaltungsbranche – das Kombiticket kann dabei unterstützen. Die Lösung klingt denkbar einfach, wird jedoch in Deutschland bislang kaum genutzt. Schätzungsweise sind nur 5,5 bis 12 Prozent aller Veranstaltungstickets in Deutschland Kombitickets. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie "Kombiticket ohne Limit", herausgegeben von der Nachhaltigkeitsagentur The Changency in Kooperation mit dem Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft. Der Forschungsbereich Mobilität und Verkehrspolitik des Wuppertal Instituts beriet die Studienautorinnen bei der Auswertung und Interpretation der Ergebnisse.

Mehr efahren
 
Bahnhöfe zu nutzerfreundlichen Drehkreuzen umwandeln

Bahnhöfe sind Drehkreuze für eine zukunftsfähige Mobilität: Sie bieten Reisenden die Möglichkeit, Zug, Bus, Fahrrad und Sharing-Angebote miteinander zu verknüpfen. Doch viele Bahnhöfe werden den Anforderungen für eine solche multimodale Mobilität kaum gerecht. Ein Forschungsteam – darunter auch das Wuppertal Institut – unter Leitung des Instituts für sozial-ökologische Forschung hat im Auftrag des Deutschen Zentrums für Schienenverkehrsforschung beim Eisenbahn-Bundesamt ermittelt, wie die Bahnhöfe der Zukunft gestaltet sein müssen. Es entstand ein praxisnaher Maßnahmenkatalog mit 32 Empfehlungen für Bereiche wie Architektur, Angebot und Management, aus denen zehn Schlüsselmaßnahmen priorisiert wurden.

Zur News
 
Rubrik: Kunst & Kultur
 
Skulptur als Symbol für globale Verantwortung und Nord-Süd-Gerechtigkeit

Ein unübersehbares Zeichen für globale Verantwortung und ökologischen Wandel erhält seinen festen Platz im Wuppertaler Stadtbild: Am 22. September 2026 fand die feierliche Enthüllung der Skulptur "Antipode" im Außenbereich des Wuppertal Instituts statt. Das 3,40 Meter hohe Werk aus Stahl konzipierte und schuf der Künstler H. O. Schmidt. Er ist Bildhauer, Maler und Neo-Fluxus-Künstler aus Remscheid und steht für Themen, die uns alle betreffen – um Zusammenleben, Umwelt und gesellschaftliche Verantwortung darzustellen.

Mehr über die Skulptur erfahren
 
transform.NRW: Plattform für Nachhaltigkeit in Kunst und Kultur gelauncht

Wie gelingt die Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft und Wirtschaft? Welche Impulse können Kunst, Kultur und Design für gesellschaftliche Veränderungsprozesse setzen? Und wie lässt sich Wissen aus unterschiedlichen Disziplinen verbinden, sodass konkrete Ideen für nachhaltiges Handeln entstehen? Das Verbundprojekt transform.NRW unter Leitung des Wuppertal Instituts und der Bergischen Universität Wuppertal macht rund 50 Good-Practice-Beispiele sichtbar – und schafft so einen digitalen Ort für Austausch, Vernetzung und gemeinsames Lernen. Die Inhalte der Plattform sowie die Vielfalt an Projekten können Besucher*innen bis zum 7. Januar 2027 in der Bundeskunsthalle in Bonn als begehbare Medieninstallation "Touch/ing Transformation – Optimistische Perspektiven aus Kunst, Design und Wissenschaft" sehen.

Zur Plattform transform.NRW
 
Rubrik: Zukunftswissen.fm Podcast
 
Warum eine Kältewende der beste Hitzeschutz ist

Im Sommer 2026 hat Deutschland drei Hitzewellen erlebt. Wie sich künftige Hitzesommer besser bewältigen lassen, wird zunehmend unter einem bislang wenig bekannten Begriff diskutiert: der Kältewende. Gemeint ist damit kein kühleres Klima. Vielmehr geht es als Gegenstück zur Wärmewende um einen ganzheitlichen, sozial gerechten und nachhaltigen Ausbau der Kühlung. Was eine solche Kältewende ausmacht, besprechen Prof. Dr. Alexander Fekete von der Technischen Hochschule Köln und Constanze Schmidt, wissenschaftliche Referentin für strategische Themenfeldentwicklung Klimaanpassung am Wuppertal Institut, in der aktuellen Episode des Podcasts Zukunftswissen.

Zum Podcast
 
Rubrik: Jobs & Karriere
 
Buchhalter*in (m/w/d) – in Teilzeit

Das Team Finanzen und Controlling innerhalb der Abteilung Administration verantwortet die Buchhaltung, die Erstellung des Jahresabschlusses, die Projektmanagementsoftware sowie die zentralen Planungs- und Reportingsysteme. Als Teil dieses engagierten, sechsköpfigen Teams unterstützen Sie die finanzielle Steuerung des Instituts und tragen dazu bei, dass unsere operativen Prozesse und Abläufe zuverlässig funktionieren. Die Stelle ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt unbefristet in Teilzeit (28-32 Wochenstunden) zu besetzen.

Zur Vakanz
alle Stellenanzeigen
 
Rubrik:  Veranstaltungstipps
 

28. September bis 1. Oktober 2026 in Wuppertal

Circular Insight Days 2026

Der Kongress ist Startpunkt für Studierende, Auszubildende sowie Young Professionals und Unternehmen, um aktiv die Transformation zur Kreislaufwirtschaft zu gestalten. Er bietet inspirierende Vorträge, Diskussionen, praxisnahe Workshops und Networking-Möglichkeiten. In interdisziplinären Teams arbeiten die Teilnehmenden an realen Fragestellungen (Cases) von Unternehmen, um mehr über die Herausforderungen und Chancen einer zirkulären Wirtschaft für Unternehmen vor Ort zu erfahren. Franziska Erbe vom Wuppertal Institut ist Teil der Jury, die am letzten Veranstaltungstag die Cases beurteilt.

Zum Kongress
 

1. Oktober 2026 in Berlin

Fachkonferenz: Bestand neu gestalten!

Die Fachkonferenz "Bestand neu gestalten! Perspektiven für bezahlbares Wohnen in der Stadt" am 1. Oktober 2026 in Berlin widmet sich der Frage, wie sich bestehende Gebäude und Quartiere nachhaltig, qualitätsvoll und sozial ausgewogen weiterentwickeln lassen, um mehr bezahlbaren Wohnraum im städtischen Bestand zu schaffen. Dr. Steven März und Lynn Verheyen aus dem Forschungsbereich Stadtwandel am Wuppertal Institut stellen im Rahmen eines Gallery Walk das Projekt "Soziale Innovationen in Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung" (SInBa) vor. Veranstaltet wird die Konferenz von acatech.

Zur Fachkonferenz
 

5. Oktober 2026 in Berlin

Energiesouveränität: Versorgungssicherheit, Geopolitik, Resilienz

Anlass der Tagung ist der 80. Geburtstag von Dr. Hans-Jochen Luhmann vom Wuppertal Institut – und die Wertschätzung seiner Arbeit. Die Neuakzeptanz von Kriegen als Mittel der politischen Auseinandersetzung wirft die Frage auf: Was bedeuten die Zusammenhänge des fossilen Phasing-out, der Konversion zu den und des Phasing-in der erneuerbaren Energien für das Überleben ohne Friedensordnung? Vor diesem Hintergrund stehen Klimapolitik, Energiesouveränität, Geopolitik und Resilienz im Fokus. Luhmann eröffnet das Abschlusspanel mit einem Input über die Bedeutung der Zusammenhänge für den Aufbau einer Friedensordnung. Außerdem hält Prof. Dr. Peter Hennicke vom Wuppertal Institut einen Vortrag zu "Ressourcensouveränität: Risiken reduzieren durch Effizienz, Suffizienz und Kreislaufwirtschaft".

Zur Tagung
 

6. Oktober 2026 in Köln

Topic Day NatCat: vom Risiko zur Resilienz

Am 6. Oktober 2026 werfen die Teilnehmenden beim Topic Day NatCat einen praxisnahen Blick auf Naturgefahren, Prävention und die Zukunft der Gebäudeversicherung. Das ganztägige Programm beinhaltet Inputs von Expert*innen, zwei Workshops zu den Themen Prävention und Pflichtversicherung sowie eine Podiumsdiskussion über "Zielbild NatCat 2.0: Sicher navigieren durch den perfekten Sturm – was nun zu tun ist". Anja Bierwirth, Leiterin des Forschungsbereichs Stadtwandel am Wuppertal Institut, hält um 11:25 Uhr einen Inputvortrag zur Zukunftsfähigkeit von Gebäuden und erläutert, wie Zielkonflikte zu Synergien umgewandelt werden können. Die Brancheninitiative für Innovation und Transformation in der Versicherungswirtschaft InsurLab Germany e. V. organisiert die Veranstaltung.

Mehr erfahren
 

6. bis 7. Oktober 2026 in Berlin

FVEE-Jahrestagung 2026

Der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE) lädt zu seiner Jahrestagung ein. Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik diskutieren gemeinsam über aktuelle Forschungsergebnisse und innovative Ansätze für die Energiewende sowie die Zukunft eines nachhaltigen Energiesystems. Der zweite Veranstaltungstag steht unter dem Motto "Technologien für ein wirtschaftliches und resilientes Energiesystem". Ab 12:05 Uhr geht Dr. Larissa Doré vom Wuppertal Institut in ihrem Vortrag auf die Resilienz von Klimaschutzstrategien und ihre Implikationen für Klimaschutzszenarien ein. Clara Baues vom Wuppertal Institut stellt am ersten Veranstaltungstag das Projekt "CE:FIRE – zirkulär.frugal.regenerativ." vor.

Zur FVEE-Jahreskonferenz
 

8. Oktober 2026 in Düsseldorf

Innovationskongress NRW 2026: Gemeinsam Innovation gestalten

Am 8. Oktober 2026 findet der Innovationskongress NRW statt, der als zentrale Plattform für den Austausch innerhalb des nordrhein-westfälischen Innovationsökosystems gilt. Die Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft (JRF) beteiligt sich am Innovationskongress NRW im Rahmen des Programmslots "Transfer, der wirkt: Wie Anwendungsforschung Innovation in NRW schneller in die Praxis bringt". Dabei steht die Frage im Fokus, wie schneller Innovationstransfer in NRW gelingt. Das Wuppertal Institut ist in diesem Rahmen mit dem Exponat "Die Stadt der Zukunft" vertreten. Der Innovationskongress NRW 2026 wird vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen veranstaltet.

Zum Kongress
 

13. Oktober 2026 – online

Innovationsbrücke Kreislaufwirtschaft: Vernetzung von Forschung und Wirtschaft

Neue Materialien, nachhaltige Geschäftsmodelle oder ressourceneffiziente Prozesse – zirkuläre Innovationen gelingen am besten, wenn Forschungseinrichtungen und Unternehmen ihre Expertise bündeln. Die kostenfreie Online-Veranstaltung bietet Unternehmen die Möglichkeit, sich mit Forschungseinrichtungen zu vernetzen. Sie findet im Rahmen des Projekts "CE:FIRE – zirkulär.frugal.regenerativ" statt, welches Forschende des Wuppertal Instituts durchführen und die Europäische Union und das Ministerium für Umwelt, Naturschutz sowie Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen co-finanzieren. Eine gemeinsame Veranstaltung des Wuppertal Instituts, der InnoZent OWL e. V., der Neuen Effizienz gGmbH, der Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH, OWL Maschinenbau e. V., der Wirtschaftsförderung Kreis Minden-Lübbecke und der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Bielefeld mbH.

Zum Event
 

14. Oktober 2026 in Düsseldorf

ZOON PODCAST WEEK

Erstmals nimmt "Zukunftswissen", der Podcast des Wuppertal Instituts, am 14. Oktober eine Episode live auf. Im Rahmen der ZOON PODCAST WEEK spricht Host Jonas Zerweck mit dem bekannten Cartoonisten Ralph Ruthe und Anja Bierwirth, Leiterin des Forschungsbereichs Stadtwandel am Wuppertal Institut. Sie diskutieren, wie lustige Witze und wissenschaftliche Texte Menschen zu Veränderungen motivieren können und so eine gute Zukunft für alle möglich wird. Denn eine optimistische Vision braucht Humor, verlässliche Fakten und ehrliche Gespräche. Die ZOON PODCAST WEEK, organisiert von der Wirtschaftsvereinigung Destination Düsseldorf, findet vom 9. bis 16. Oktober an verschiedenen Orten in Düsseldorf statt.

Zur ZOON PODCAST WEEK
 

16. bis 18. Oktober 2026 in Madgeburg

CORRECTIV.Lokal Konferenz 2026

Rund 350 Medienschaffende kommen zur vierten CORRECTIV.Lokal Konferenz zusammen, um sich über Lokaljournalismus auszutauschen und weiterzubilden. Gemeinsam werfen sie einen Blick auf kreative Wege für Journalismus in bewegten Zeiten, setzen sich mit der verschärften Bedrohungslage im Lokaljournalismus auseinander und diskutieren, wie Künstliche Intelligenz den redaktionellen Alltag verändert. Anja Bierwirth, Leiterin des Forschungsbereichs Stadtwandel am Wuppertal Institut, leitet am dritten Veranstaltungstag ab 13:15 Uhr die Session "Was Kommunen gegen Extremwetter tun (sollten) – Klimaanpassung recherchieren". Darin zeigt sie auf, wo Lokaljournalist*innen genauer hinschauen sollten und wie sie die Konzepte der Kommunen kritisch betrachten.

Zur Konferenz
 

31. Oktober 2026 in Wuppertal

Repair & Share Festival

Ob kaputte Kleidung, Fahrräder, Elektro- oder Haushaltsgeräte – beim "Repair & Share Festival" wird alles vor Ort repariert. Am 31. Oktober 2026 erwartet die Teilnehmenden ein buntes Programm rund um Secondhand und Selbermachen sowie ein echter Reparatur-Weltrekordversuch. Von 11:00 bis 17:00 Uhr findet das kostenfreie Festival in der Utopiastadt und den Wiesenwerken in Wuppertal statt. Interessierte können als Reparateur*innen oder Organisateur*innen mithelfen, beispielsweise im Reparatur Café XXL.
Das Festival ist Teil des Projekts FAB Reg, mit dem Forschende des Wuppertal Instituts einen Beitrag zu einer co-kreativen und nachhaltigen Kreislaufwirtschaft im Bergischen Städtedreieck mit den Städten Wuppertal, Remscheid und Solingen leisten.

Mehr erfahren
 
Website des Wuppertal Instituts
News und Pressemitteilungen
Veranstaltungshinweise

Website

Newsroom

Events

 
 Google  Linkedin  Flickr  Instagram  Youtube
 

Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH

ViSdP: Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer
Kontakt: Christin Hasken, Leitung Kommunikation
Döppersberg 19 | 42103 Wuppertal | Tel. +49 202 2492-187
E-Mail: pr@wupperinst.org | Website: wupperinst.org
Redaktionelle Texte entstehen teilweise mit KI-Unterstützung und werden nach dem „Human-in-the-Loop“-Prinzip gemäß unserer KI-Policy redaktionell geprüft. KI-erstellte visuelle Medien werden stets direkt am Bild oder im Begleittext ausgewiesen.

> Impressum auf der Website des Wuppertal Instituts
> Datenschutzerklärung auf der Website des Wuppertal Instituts

Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr erhalten möchten, klicken Sie bitte hier. Alternativ können Sie hier Ihre persönlichen Abo-Präferenzen einstellen.