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Das "Transformation Update" des Wuppertal Instituts
Liebe Leser*innen,

die vergangenen Wochen zeichnen ein dramatisches Bild der klimatischen Realität in Europa: Der vergangene Juni war der heißeste Juni, der jemals in Westeuropa gemessen wurde, wie der Klimawandeldienst des EU-Programms Copernicus mitteilte. Die anhaltende Hitzewelle, die sich im Juli fortgesetzt hat, brachten das deutsche Gesundheitssystem sowie die Infrastruktur an kritische Grenzen. Aktuell wüten in Teilen Spaniens und Frankreichs schwere Waldbrände in einer Dimension, wie man sie bisher nicht kannte. Und auch in deutschen Regionen steigt die Waldbrandgefahr. Wie sehr Naturkatastrophen unsere Zeit prägen, unterstrich am 14. Juli zudem der fünfte Jahrestag der Flutkatastrophe im Ahrtal – eine Mahnung an die Zerstörungskraft von zunehmenden Extremwettereignissen.

Ganz gleich, ob schleichende Dürrephasen, flächenübergreifende Brände oder plötzliche Sturzfluten: Die Häufung dieser Ereignisse belegt eindrücklich, dass Extremwetter längst keine punktuellen Ausnahmesituationen mehr sind. Sie sind Symptome einer fortschreitenden Veränderung und drohen zu einer echten Wachstumsbremse zu werden. Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Instituts, sieht in den Ergebnissen ein Warnsignal für den Wirtschaftsstandort. "Wir diskutieren intensiv über Wettbewerbsfähigkeit und Konkurrenz aus China. Gleichzeitig verlieren wir in den Sommermonaten immer häufiger Produktivität durch Hitze. Diese beiden Debatten gehören zusammen", sagte er dem Handelsblatt.
Die für das Handelsblatt exklusive Prognos-Berechnung zeigt, dass allein die Hitzewelle vom 17. bis 30. Juni 2026 die deutsche Wirtschaft rund 6,3 Milliarden Euro kosteten – vor allem durch gesunkene Produktivität und kreislaufbedingte Arbeitsausfälle. Die Schäden an der Infrastruktur sind hier noch nicht einmal mitgerechnet. Der jahrelange Investitionsstau rächt sich nun doppelt, denn wer heute kein Geld für die Klimatisierung von Kliniken und Pflegeeinrichtungen sowie die Klimafolgenanpassung von Städten in die Hand nimmt, zahlt morgen das Vielfache an Ausfällen und Schäden und riskiert die Gesundheit und das Leben tausender Menschen. 

Jedoch reichen Sofortmaßnahmen allein nicht aus, um die Bevölkerung vor Hitze zu schützen. Die bestehenden Förderprogramme seien kompliziert, hätten oft eine kurze Laufzeit oder würden bei schlechter Haushaltslage wieder gestrichen, bemängelt Constanze Schmidt, wissenschaftliche Referentin des Wuppertal Instituts, im Gespräch mit Tagesschau und WDR: "Wichtig ist, dass wir das ganze Jahr über an den Klimaanpassungsmaßnahmen dranbleiben. Und noch wichtiger ist, dass Bund und Länder jetzt schnell eine Lösung finden, wie wir diese Gemeinschaftsaufgabe Klimafolgenanpassung stemmen."

Die Notwendigkeit, von reinen Sofortmaßnahmen zu einer dauerhaften Risikovorsorge überzugehen, beschränkt sich jedoch nicht auf den Hitzeschutz, sondern ist auch abseits von Dürre und Hitzewellen erforderlich. Denn die verheerende Hochwasserkatastrophe im Ahrtal hat nicht nur zahlreiche Menschenleben gefordert und enorme materielle Schäden verursacht, sondern auch eine strukturelle Schwäche im Umgang mit Klimarisiken offengelegt. Fünf Jahre später dürfe der Blick nicht allein auf den Stand des Wiederaufbaus oder auf Maßnahmen gerichtet sein, die erst nach einer Katastrophe greifen, mahnen Constanze Schmidt, Wissenschaftliche Referentin für Klimafolgenanpassung am Wuppertal Institut, und Anja Bierwirth, Leiterin der Abteilung Stadtwandel am Wuppertal Institut, in ihrem Statement für Tagesspiegel Background. "Die Lehre aus der Flutkatastrophe im Ahrtal zeigt, dass Risiken, insbesondere in historisch prädestinierten Lagen, bereits im Vorfeld systematisch reduziert werden müssen", betont Schmidt. Sicherheit entsteht nicht durch die Bewältigung von Krisen, sondern durch den Erhalt einer klimastabilen Umwelt und die vorsorgende Gestaltung resilienter Landschaften und Siedlungsräume, bei der Klimaschutz und Klimaanpassung integriert in der Praxis umgesetzt und dadurch langfristige Mehrwerte geschaffen werden.

Doch welche weiteren Erkenntnisse lassen sich aus der Ahrtal-Flut ziehen? Das untersucht das Projekt SOZIAHR anhand der Erfahrungen im Ahrtal. Wissenschaftler*innen der Universität Bonn und des Wuppertal Instituts analysieren dafür das Zusammenspiel rechtlicher, politischer und sozialer Strukturen in der Krise, um überregionale Lösungsansätze für künftige Extremwetterereignisse abzuleiten. Dazu startet Anfang August eine große Bevölkerungsumfrage zur persönlichen Lebenslage, zur direkten und indirekten Flutbetroffenheit, zum privaten Wiederaufbau, zu politischen Einstellungen sowie zur sozialen Unterstützung und zur politischen Aufarbeitung der Flutkatastrophe. Dazu werden rund 79.350 Anwohner*innen im Ahrtal angeschrieben, vor allem in den Kommunen Adenau, Altenahr, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Sinzig und Grafschaft. Das SOZIAHR-Projekt wird seit Anfang 2026 bis Ende 2028 von der Stiftung Mercator gefördert, um Handlungsempfehlungen für das Ahrtal sowie vergleichbare Regionen zu erarbeiten. Dabei liegt der inhaltliche Schwerpunkt auf der Verknüpfung von Klimaresilienz, Multi-Level-Governance und sozialer Gerechtigkeit. Das Ziel ist, die gesetzlichen Regelungen und administrativen Prozesse für den privaten Wiederaufbau im Kontext von Extremwetterereignissen insgesamt effektiver zu gestalten.

Wir sehen heute mehr denn je: Schutz gegenüber den Folgen des Klimawandels entsteht durch vorausschauendes Handeln – Handeln, erst wenn der Ernstfall eingetroffen ist, ist keine Alternative.

Eine spannende Lektüre wünscht
Anna Riesenweber
 
Rubrik: Schlaglichter & Aktuelles
 
Im Austausch: Forschende des Wuppertal Instituts und das TEAM Nachhaltigkeit trafen sich mit Staatssekretär Viktor Haase (9. v. l.) und Abteilungsleiterin Alexandra Landsberg (5. v. r.) aus dem Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW sowie Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Instituts (rechts im Bild).
Nachhaltigkeit braucht Vertrauen, Mut und gesellschaftlichen Zusammenhalt

Die nachhaltige Transformation gelingt nur durch das Zusammenspiel von Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Um diesen Dialog kontinuierlich zu stärken und die Umsetzung der Landesnachhaltigkeitsstrategie Nordrhein-Westfalen (NRW) zu begleiten, kamen Mitte Juli 2026 das Wuppertal Institut und das TEAM Nachhaltigkeit mit Staatssekretär Viktor Haase, Alexandra Landsberg (Leiterin der Abteilung Nachhaltige Entwicklung, Klimawandel, Circular Economy, Transformation) und dem federführenden Referat für die NRW-Nachhaltigkeitsstrategie des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW (MUNV NRW) zu einem fachlichen Austausch zusammen.

zur Meldung
 
Die Preisträger*innen des Nachhaltigkeitspreises 2025 der BUW (von links): Nachhaltigkeitsreferentin Julia Schumacher (BUW), Dana Braß (BUW), Prof. Dr. Theda Radtke (BUW), Kristin Krebs (BUW), Aileen Richter (Wuppertal Institut), Julius Merkens (TransZent), Prorektorin Prof. Dr. Rita Casale (BUW), Dr. Michael Blüm (BUW) und Prof. Dr. Arne Röttger (BUW).
Ausgezeichnete Lehre für mehr Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Dialog

In der Kategorie Lehre erhielt die Ringvorlesung "Klimakrise und Nachhaltigkeit" den Nachhaltigkeitspreis der Bergischen Universität Wuppertal. Im Fokus der Ringvorlesung steht etwa, wie Lehre interdisziplinär, praxisnah und offen für den Austausch mit der Gesellschaft gestaltet werden kann. Der Preis geht an das Zentrum für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit (transzent) der Bergischen Universität, die Students for Future Wuppertal, den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Universität sowie das Wuppertal Institut.

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Nachhaltigkeitsforschung in die Hightech Agenda integrieren

Die Hightech Agenda Deutschland mit ihrem Fokus auf sechs Schlüsseltechnologien ist der Mittelpunkt der bundesdeutschen Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik. In der Ende Juni veröffentlichten Stellungnahme spricht sich das Ecological Research Network (Ecornet) dafür aus, die Agenda und ihre Roadmaps stärker als bisher an zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen und der Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung auszurichten. Das Wuppertal Institut ist Mitglied im Ecornet und unterstützt die Empfehlungen des Netzwerks.

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Rubrik: Klimaschutz & Klimaanpassung
 
Foto einer Hauswand mit dem Schriftzug "Ahrtal". Fensterlffnungen sind provisorisch zugemauert.
Fünf Jahre nach der Ahrtalflut: Von der Gefahrenabwehr zur vorsorgenden Sicherheit

Am 14. Juli jährte sich die verheerende Hochwasserkatastrophe im Ahrtal zum fünften Mal. Die Ereignisse haben nicht nur zahlreiche Menschenleben gefordert und enorme materielle Schäden verursacht, sondern auch eine strukturelle Schwäche im Umgang mit Klimarisiken offengelegt. Fünf Jahre später dürfe der Blick nicht allein auf den Stand des Wiederaufbaus oder auf Maßnahmen gerichtet sein, die erst nach einer Katastrophe greifen. Ein Statement von Constanze Schmidt und Anja Bierwirth vom Wuppertal Institut.

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Klimaanpassung in der Eventplanung

Wie bleiben Events auch bei Extremwetter belastbar? Das zeigt das neue Whitepaper "Klimaanpassung in der Eventplanung" der Wuppertaler Agentur VOK DAMS. Es wurde von den Fachleuten von VOK DAMS gemeinsam mit dem Wuppertal Institut und Prof. Thomas Sakschewski von der Berliner Hochschule für Technik erarbeitet.Es verbindet wissenschaftliche Perspektiven mit der praktischen Umsetzung im Eventalltag – von der Risikobewertung bis zur Szenarioplanung. Constanze Schmidt, wissenschaftliche Referentin strategische Themenfeldentwicklung Klimaanpassung am Wuppertal Institut, steuerte den Beitrag "Veranstaltungen und Veranstaltungsorte im Klimawandel" zum Whitepaper bei.

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Normen im Wandel: Dynamiken des globalen Klimaregimes

Welcher Staat trägt wie viel Verantwortung für den Klimaschutz? Eine zentrale Norm dafür ist die "Common But Differentiated Responsibilities and Respective Capabilities" (CBDR-RC). In der Wuppertaler Studienarbeit untersucht Juliane Schell, Researcherin im Forschungsbereich Internationale Klimapolitik am Wuppertal Institut, wie Staaten und Verhandlungsgruppen die Norm durch Infragestellen verändert haben.

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Rubrik: Energiewende gestalten
 
China- und Deutschlandflagge
Energiewende in Deutschland und China: Vergleichsstudie veröffentlicht

Auf dem "2026 German States and Chinese Provinces Cooperation Workshop on Green and Low-Carbon Energy Transition" stellten Forschende des Wuppertal Instituts und des China Electricity Council (CEC) die Vergleichsstudie "Comparison analysis and cooperation potentials study for Energy Transition in North Rhine-Westphalia, Baden-Württemberg and Jiangsu, Sichuan" vor: Mit der Studie liefern die Forschenden eine vergleichende Analyse der Energiewende in Deutschland und China, mit Schwerpunkt auf Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Jiangsu und Sichuan. Die Autor*innen fassen die wichtigsten Technologiepfade, politische und marktbezogene Rahmenbedingungen, Steuerungsstrukturen sowie die zentralen Herausforderungen der einzelnen Regionen zusammen und vergleichen sie miteinander.

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Rubrik: Resourcen & Kreislaufwirtschaft
 
Eine Frau steht vor einem Regal von aufgefüllten Behältern im Unverpacktladen
Buchveröffentlichung: Rethinking Sustainability – Principles and Practice

Das Open-Access-Buch "Rethinking Sustainability – Principles and Practice" bei Springer Nature stellt innovative Ansätze vor, um in akademischen und beruflichen Kontexten Nachhaltigkeit zu untersuchen, zu lehren  und umzusetzen. Dr. Kathleen Jacobs, Senior Researcherin im Forschungsbereich Zirkuläre Gesellschaft am Wuppertal Institut, hat das Kapitel "Sustainable Consumption: Foundations and Insights into a Sufficiency-Orientated Circular Economy" beigesteuert. Statt technischer, politischer oder branchenspezifischer Aspekte der Kreislaufwirtschaft rückt Jacobs dabei das oft vernachlässigte menschliche Verhalten in den Mittelpunkt: In ihrem Kapitel konzentriert Jacobs sich auf nachhaltige Konsummuster.

zum Buch
 
ReMaL Waste Observatory: Abfalldaten für sechs Küstenzonen im Libanon

Das frei zugängliche Online-Tool des ReMaL Waste Observatory liefert nun umfassende, aktuelle Abfalldaten aus sechs wichtigen Küstenzonen Libanons. Projektpartner*innen, Fachleute und die Öffentlichkeit erhalten so einen einfachen Zugang zu interaktiven Karten der lokalen Abfallentsorgungsanlagen, verknüpft mit Daten zu Abfallzusammensetzung, Sammelquoten und Materialflüssen. Der veröffentlichte Datensatz aus dem Libanon schließt eine Lücke bei der Konsistenz und Qualität von Abfalldaten – eine typische Herausforderung für viele Städte im Globalen Süden. Die Basisdaten zu Haushalts- und Gewerbeabfällen helfen, systemische Schwachstellen zu identifizieren, Entsorgungskapazitäten zu bewerten und gezielte Infrastrukturinvestitionen anzustoßen.

zum Online-Tool
 
Nachhaltige Abfallwirtschaft im Libanon

Die Abfallwirtschaft im Libanon steht vor großen Herausforderungen: fehlende Infrastruktur, schwache politische Umsetzung sowie der Ausschluss des informellen Sektors. Dieser wirtschaftliche Sektor ist meist nicht staatlich registriert, reguliert oder besteuert. Abfallsammler*innen beseitigen aktuell nur etwa 20 Prozent der Abfälle, wovon wiederum nur sechs Prozent in Recyclinganlagen landen. Vor diesem Hintergrund hat sich Jamia Laber, wissenschaftliche Hilfskraft im Forschungsbereich Zirkuläre Systeme am Wuppertal Institut, im Rahmen ihrer Masterarbeit aktuelle Abfallwirtschaftssysteme in der Region Beirut-Mount Lebanon angeschaut und erörtert, wie der informelle Sektor darin integriert werden kann.

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Rubrik: Industrietransformation
 
Weitsicht-Kulisse in der Abendsonne mit einer Industrieanlage
Grüne Souveränität: Wie Europas Industrie zur Kohlenstoffsenke werden kann

Die Stahl-, Zement- und Chemieindustrie der EU ist stark von fossilen Energieträgern und Rohstoffen abhängig – und somit auch von Schwankungen auf den Weltmärkten und anderen geopolitischen Risiken. Eine neue Studie von Agora Industrie, dem Wuppertal Institut und der Universität Kassel zeigt: Mit einer auf drei Säulen basierenden Strategie auf EU-Ebene lassen sich nicht nur Importabhängigkeiten drastisch senken, globale Preisschocks abfangen und weltweit neue Märkte erschließen.

zur Studie
 
Clemens Rohde in eceee-Board gewählt

Auf der Jahreshauptversammlung des European Council for an Energy Efficient Economy (eceee) wurde Prof. Dr.-Ing. Clemens Rohde, Leiter der Abteilung Zukünftige Energie- und Industriesysteme am Wuppertal Institut, erneut in den eceee-Vorstand gewählt. Rohde hatte seine Funktion im Vorstand gemäß der eceee-Statuten aufgegeben, als er im Februar 2026 vom Fraunhofer ISI ans Wuppertal Institut gewechselt ist.

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Rubrik: Konsum & Produktion
 
Ein Handy wird mit Schraubendreher in seine Einzelteile zerlegt.
Verbundprojekt "LebensLänger" mit dem WWF gestartet

Längere Produktlebensdauern sind ein zentraler Hebel für Ressourcen- und Klimaschutz. Vor dem Hintergrund aktueller politischer Entwicklungen, etwa bei der EU-Ökodesign-Verordnung oder dem "Recht auf Reparatur", setzt das neu gestartete Verbundprojekt "LebensLänger" genau hier an: Das Ziel ist, Möbel, Textilien und Elektrogeräte länger im Gebrauch zu halten, um sowohl den Ressourcenverbrauch als auch die Treibhausgasemissionen wirksam zu reduzieren. Zur Förderung des Wissenstransfers und zur Vernetzung der verschiedenen Beteiligten werden aktuell vier öffentlich zugängliche Netzwerke aufgebaut – je eines für Unternehmen, Kommunen, Wissenschaftler*innen und zivilgesellschaftliche Initiativen und Verbände. Die Netzwerke stehen allen Interessierten kostenfrei offen.

zu den Details
 
Rubrik: Mobilität neu denken
 
Eine S-Bahn mit einem Fahrradschild am fenster
BikeTransit: Mehr Bahnfahrten durch bessere Fahrrad-Infrastruktur?

Im Projekt "BikeTransit" erarbeiten Forschende des Wuppertal Instituts, der Technische Hochschule Wildau und des SINUS-Instituts gemeinsam mit der Brancheninitiative Fahrrad und Bahnen verkehrspolitische und verkehrswirtschaftliche Entscheidungsgrundlagen zur Kombination von Rad- und Bahnverkehr. Nun haben die Forschenden den ersten Ergebnisbericht der Marktforschungs- und Potenzialstudie veröffentlicht: ein internationales Benchmark, das den Status des BikeTransits in Deutschland mit dem in Dänemark, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz vergleicht.

zum Bericht
 
Mobilitätspreis.NRW 2026: Bewerbungen ab sofort möglich

Seit 2023 ehrt das Bündnis für Mobilität innovative und wegweisende Mobilitätsprojekte des Landes NRW mit insgesamt 30.000 Euro. Ob Personenbeförderung, Gütertransport oder Infrastrukturlösungen: Der Mobilitätspreis.NRW macht Projekte sichtbar, welche die Mobilitätswende in NRW voranbringen – einfach, flexibel und perspektivisch klimaneutral. Bewerbungen für den Mobilitätspreis.NRW 2026 können bis 13. September eingereicht werden. Teilnehmen können Einzelpersonen, Initiativen, Unternehmen, Institutionen, Verbände, Gruppen und Start-ups. Zur Fachjury gehört in diesem Jahr erneut auch Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Instituts.

zum Mobilitätspreis.NRW
 
Rubrik: Kunst & Kultur
 
Grün beleuchtete Bühne
Greenstage zündet neue Stufe

Das EU-finanzierte Projekt Greenstage fördert Nachhaltigkeit in den darstellenden Künsten. In Zusammenarbeit mit den Kommunen sollen Kultureinrichtungen in die Lage versetzt werden, ökologische Nachhaltigkeit zeitnah und effektiv umzusetzen. Ein Schwerpunkt liegt dabei darauf, Circular Stage Design in der Produktionspraxis umzusetzen. Das EU-finanzierte Projekt Greenstage fördert Nachhaltigkeit in den darstellenden Künsten: In den vergangenen Monaten entwickelte ein internationales Team die Online-Plattform greenstage.eu. Dort stehen Tools wie Sustainability Assessment for the Performing Arts (SAPA), ein dialogbasiertes Selbstbewertungstool, zur Verfügung, die öffentlichen Kulturbetrieben und der freien Szene helfen, ihre Produktionsprozesse nachhaltiger zu gestalten.

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Rubrik:  Veranstaltungstipps
 

8. September 2026 in Berlin

Sozial kann Klima: Wege zu einer klimaorientierten Sozialpolitik

Im Mittelpunkt der Konferenz stehen Herausforderungen und Chancen einer systematischen Verankerung von Klimaschutz und Klimaanpassung im Sozialsystem. Denn trotz geplanter Reformen in der Sozialpolitik ist diese Verankerung bisher nicht vorgesehen. Dabei birgt die Klimakrise neue Risiken und bringt Kosten mit sich, die bisherige Sozialsysteme nicht abdecken. Zugleich ist das ungenutzte Klimaschutzpotenzial enorm. Gemeinsam entwickeln die Teilnehmenden Lösungsansätze in interaktiven Workshops, unter anderem leitet Oliver Wagner, Co-Leiter des Forschungsbereichs Energiepolitik am Wuppertal Institut, gemeinsam  mit Dr. Friedrich von Schönfeld vom Deutschen Caritasverband einen Workshop zum Thema Sondervermögen.

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16. und 17. September 2026 in Gelsenkirchen

Wissenschaft trifft Wirtschaft V

Vor dem Hintergrund verschärften internationalen Wettbewerbs, geopolitischer Unsicherheiten und verbindlicher Emissionsreduktionsziele stellen sich zentrale Fragen: Wie lassen sich die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz der Wirtschaft stärken? Welche aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse liefern dabei Orientierung? Und wie können Politik, Wirtschaft und Gesellschaft dazu beitragen, den Weg zur Klimaneutralität wirtschaftlich erfolgreich zu gestalten? Antworten liefert die fünfte Konferenz "Wissenschaft trifft Wirtschaft". Wissenschaft trifft Wirtschaft ist ein Format von SCI4climate.NRW und IN4climate.NRW, durchgeführt vom Wuppertal Institut und NRW.Energy4Climate. Die Teilnahme ist kostenfrei, das Platzangebot jedoch begrenzt. Eine Anmeldung ist über den untenstehenden Link möglich.

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16. und 17. September 2026 in Leverkusen

Reallabor-Konferenz 2026

Wie wirken Reallabore – und was wirkt in ihnen? Wie gelingt Transfer, wie gelingt Transformation? Was braucht es, um Reallabore zukunftsfähig zu gestalten? Über diese Fragen diskutieren Akteur*innen aus Forschung, Praxis, Politik und Gesellschaft im Rahmen der Konferenz "Zurück in die Zukunft? Reallabore in Zeiten disruptiven Wandels". Ziel ist es, die Forschung und Praxis rund um Reallabore weiterzuentwickeln und tragfähige Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Die Konferenz wird von der Technischen Hochschule Köln in enger Kooperation mit dem Netzwerk "Reallabore der Nachhaltigkeit" ausgerichtet. Als Partner im Netzwerk unterstützt auch das Wuppertal Institut inhaltlich und organisatorisch: Dr. Franziska Stelzer vom Wuppertal Institut ist Teil des Programmkomitees, das den thematischen Schwerpunkt festlegt.

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22. September 2026, Online

EU-Verpackungsordnung: Rezyklateinsatzquoten erfüllen, aber wie?

In einem kostenfreien Webinar stellt das Wuppertal Institut zusammen mit Certified Recycled Content GmbH das Konzept handelbarer Zertifikate für Kunststoffrezyklate vor. Hierbei handelt es sich um eine digitale Plattform, die den Handel mit sogenannten Token beziehungsweise Zertifikaten für recycelten Kunststoff ermöglicht. Dieser Zertifikatehandel wird aktuell in verschiedenen politischen und wissenschaftlichen Formaten als möglicher Lösungsansatz zur Unterstützung der PPWR-Ziele diskutiert. PPWR steht für Packaging and Packaging Waste Regulation und ist die neue EU-Verpackungsverordnung zur Reduzierung von Verpackungsabfall und Förderung der Kreislaufwirtschaft im Verpackungssektor.

zum Workshop
 

29. September 2026 in Bochum

ZUKUNFTSLAB.RUHR: Transformation gemeinsam gestalten?

Die Zukunft des Ruhrgebiets entsteht dort, wo Ideen auf Praxis treffen und Menschen gemeinsam Lösungen entwickeln. Aus diesem Grund bringt die Konferenz "ZUKUNFTSLAB.RUHR – Transformation gemeinsam gestalten" Akteur*innen aus Kommunen, Hochschulen, Unternehmen, Behörden, Verbänden und Stiftungen zusammen. Die Teilnehmenden entwickeln gemeinsam Antworten auf zentrale Transformationsfragen in sechs thematisch fokussierten Labs. Außerdem finden Impulsvorträge und Gesprächsrunden statt. Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Instituts, nimmt an der Gesprächsrunde zum Thema "Transformation im Dialog" teil.

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Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH

ViSdP: Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer
Kontakt: Christin Hasken, Leitung Kommunikation
Döppersberg 19 | 42103 Wuppertal | Tel. +49 202 2492-187
E-Mail: pr@wupperinst.org | Website: wupperinst.org

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